Hochwasserrückhalteraum Weil- Breisach

 

Beschreibung des Vorhabens

Auf einer Fließlänge von 43,5 km entlang des rechten Ufers des Rheins, soll das Rheinvorland bis auf wenige Dezimeter über das anstehende Grundwasser abgesenkt werden, sodaß im Mittel etwa 90m breite Vorlandbereiche entstehen.

Absenken bedeutet: Rodung vom bestehenden Wald, Entfernung der Deckschicht und Ausbaggern "Auskiesen" vom darunter anstehenden Kies, bis auf ca. 50cm über Grundwasser (Auf Höhe Hartheim liegen die geplanten Breiten der Auskiesungen nicht bei 90m, sondern sie erreichen  450m und 700m)

Die überplante Fläche beträgt 600 ha. Auf einer Fläche von 422 ha müssen die vorhandenen

Wälder gerodet, Deckschichten abgetragen und 26 Mio m3  Kies abgebaut werden.
Die restlichen 178 ha verteilen sich auf bestehende Kiesgruben, Wege und Straßen.

Bauzeit: 2o Jahre

Kiesmenge: 55 Mio Tonnen / 26 Mio m3

Rückhaltevolumen: 25 Mio m3

Lage: von Rh-km 175,3 bis Rh-km 218,8 (von Märkt bis Breisach-Grezhausen)

Planung und Umsetzung: Regierungspräsidium Freiburg, Referat 53.3

Übersichtsplan: (Quelle: Regierungspräsidium Freiburg,Ref. 53.3)


Der Rückhalteraum Weil- Breisach wurde in 4 Abschnitte mit 18 Teilflächen aufgeteilt.

  • Abschnitt I: von Märkt bis Kleinkems, Rh-km 175,3 bis Rh-km 182,5
    Teilfläche 1: von Rh-km 175,3 bis 177,7 
    Teilfläche 2: von Rh-km 178,0 bis 179,0
    Teilfläche 3: von Rh-km 180,1 bis 182,5                        

  • Abschnitt II: von Kleinkems bis Rheinweiler

  • Abschnitt III: von Bad Bellingen bis Grißheim, Rh-km 190,6 bis Rh-km 205,0

  • Abschnitt IV: von Grißheim bis Grezhausen

Teilfläche 1(Rh-km 175,3 bis 177,7)    

Im November 2008, die Kander- Mündung und der Leinpfad entlang vom Altrhein, ein Juwel für die Region.
Im Januar 2009 wurde mit den Rodungen von Teilfläche 1 begonnen.
Pressebericht, mit Übersichtsplan, und Zeitplan. (Zur größeren Darstellung, bitte auf das Luftbild klicken)
Im März 2009 sind die Rodungen im südlichen Teil von Teilfläche 1 abgeschlossen (ca. 8ha)
>>> Pressebericht mit Luftbild
Im November 2009, Umweltministerin Tanja Gönner nimmt den ersten Spatenstich vor und eröffnet damit offiziell den Start des Projekts. >>>Pressebericht1, >>>Pressebericht2
 
Im September 2010, die Kander fließt in ihrem neuen Bett. Ab 50m2/sec Abfluß fließen 2/3 ins alte Bett und 1/3 ins neue Bett, damit es nicht zu Erosionen und Unterspülungen des neuen Randweges kommt. >>>Pressebericht 1, Pressebericht 2